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Unmittelbar an das Stahlwerk grenzt das Warmwalzwerk, dass im Jahr 1997 die Produktion aufnahm. Das Schließen der metallurgischen Lücke am Standort war damals ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit und die Perspektive unseres Unternehmens. Das Warmwalzwerk ist auf hohe Anlagenverfügbarkeit, beste Produktqualität und höchste Effizienz ausgelegt.
In dieser kompakten Halle vollzieht sich ein beeindrucktes Schauspiel, das alle menschlichen Sinne anspricht. Am Beginn des Walzvorganges vernimmt man ein ungeheuerliches Grollen und Brausen im Ofen, gefolgt vom polternden Transport der Brammen über den Rollengang, unterbrochen nur durch das ohrenbetäubenden Zischen der Zunderwäscher, hin zur Vorstraße, wo das Material auf das Zehnfache seiner ursprünglichen Länge wächst und dabei augenscheinlich an Dicke verliert. Rhythmisch klatschend läuft das Fußenden des Vorbandes dann in Richtung Coilbox, wo es ein Bund bildet. Zischen und tosend springt erneut ein Zunderwäscher an, bevor das Stakkato der Abstichgeräusche in den Gerüsten der Fertigstraße ertönt. Läuft das Band auf dem Auslaufrollgang, ist je nach Materialbeschaffenheit ein helles Singen oder Dröhnen zu vernehmen, dass beim Fertigwickeln auf der Haspel in schlagenden Geräuschen mündet. Das Ergebnis dieser über dreihundert Meter langen Reise ist ein Warmband, gewalzt bis auf einen Dicke von maximal 13 mm und bis zu 34 t schwer.
Anlagenporträts der Warmbanderzeugung

Bramme
| Länge |
4.800 ... 12.000 mm |
Vorband
Fertigband
Coil (Maximalwerte)
| spezif.Bundgewicht |
25,5 kg/mm |
| Bundinnendurchmesser |
760 mm |
| Bundaußendurchmesser |
2.200 mm |
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